Ads.txt

Programmatische Werbung leidet seit langem unter gefälschtem Inventar (betrügerischer Traffic). Laut einer CNBC-Studie aus dem Jahr 2017 soll dies mehr als 16 Milliarden Dollar kosten. Das IAB startete daraufhin die ads.txt-Initiative, um dem programmatischen Marktplatz mehr Transparenz zu verleihen. Die Datei app-ads.txt wurde später gestartet.

Authorized Digital "Ads.txt oder Merchant" ist eine Initiative des IAB Tech Lab, um sicherzustellen, dass das digitales Werbeinventar nur über von genehmigte Anbieter vertrieben wird, zum Beispiel AdSense.

Viele Websites werden durch Werbung finanziert. Mit ihrer Hilfe können Webmaster Geld verdienen und Website-Besuchern Medieninhalte kostenlose zur Nutzung bereitstellen. Ein Markt ist dadurch für Programmatic Advertising entstanden, bei dem es teilweise um erhebliche Summen geht. So ist es nicht verwunderlich, dass es in dieser Gegend auch schwarze Schafe gibt. Der Versuch, ohne Anstrengung einen Marketing-Kuchen zu bekommen. Mit der Ads.txt Initiative will das Interactive Advertising Bureau den sogenannten Werbebetrug erschweren.

Das IAB verwendet "Advertising" als Abkürzung für "Authorized Digital Sellers", aber der Begriff "Advertising" ist vielen als "Advertising" bekannt. In dieser Textdatei sollten Publisher nun Anbieter auflisten, die Werbeflächen verkaufen können. Diese Datei ermöglicht es Publishern, Werbeflächen gemeinsam zu nutzen. Gleichzeitig sorgt es für Transparenz, da ganz genau hinterlegt worden ist, ob und mit welchen Lieferanten man zusammenarbeiten soll.

Der Publisher platziert Anzeigendateien im Stammverzeichnis seiner Website. Es befindet sich im obersten Verzeichnis Ihrer Website die auch Informationen über die Suchmaschinen-Crawler liefert. Ebenso kann Ads.txt auch von Webcrawlern verarbeitet werden. Also ist diese Textdatei gemeinfrei und sowohl Menschen- als auch menschenlesbar.

Die Datei befindet sich im Stammverzeichnis und sollte ads.txt heißen, damit sie einfach und schnell zu finden ist. Plattformen und Werbetreibende können damit prüfen, ob ihre Verkaufsstellen verkaufen dürfen. Wenn ein Publisher beim Werbemarktplatz registriert ist und alle Beteiligten ihre Anzeigendateien verifizieren können, wird es für Betrüger deutlich schwieriger, sich auf nicht gelisteten Plattformen als Fälscher auszugeben.

Sie können nun mit Ads.txt prüfen, ob das Angebot echt ist oder auch nicht. Einige Märkte zum Beispiel Google hat den Standard bereits in seiner Plattform implementiert. Der Ads.txt wird dann automatisch gecrawlt, wenn Publisher Inventar zur Verfügung stellen. Wenn der Publisher keinen Marktplatz in der Ads.txt-Datei angibt, kann die Transaktion nicht abgeschlossen werden.